Der verwaiste Thron 1/Sturm – Claudia Kern

Ana, die junge Fürstentochter von Sonderstorm, feiert ihren 17. Geburtstag. Der Fürst hat viele Gäste eingeladen und sogar Gaukler kommen auf die abgelegene Burg. Doch mit ihnen kommt auch das Grauen und bevor die Feier richtig beginnt sind alle tot – bis auf Ana, ihr Leibwächter und ihr Bruder Gerrit.

Ana flieht mit Jonan in Richtung Westfall, wo ihr Verlobter Rickard lebt, Gerrit flüchtet sich auf das Dach, wo er nach einigen Tagen entdeckt wird.

Dies ist Claudia Kerns erstes eigenständiges Werk und es hat mir recht gut gefallen. Es ist kein fullminantes Debut, aber gut durchdacht und ohne die gängigen Klischees. Der Roman hat vier eigenständige Handlungsstränge, ist aber trotzdem gut lesbar. Leider sind diese Stränge auch gleichzeitig der Knackpunkt des Ganzen.

Es bleibt fast alles offen und der Leser weiß überhaupt nicht, in welche Richtung sich was entwickelt. Außerdem scheint zumindest der Strang um Rickard mit großen Lücken versehen zu sein, aber vielleicht schließen die sich ja im zweiten Teil. Claudia Kern hat anscheinend eine starke Affinität zu den Niederlanden, denn sowohl Namen als auch Titel sind eindeutig holländisch. Die Mythologie ist mir allerdings völlig fremd, obwohl ganz schwache Anlehnungen an die Edda zu spüren sind.

Fazit: Ein guter Anfang und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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